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Sabine Seemann in Dänemark 2008
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Auszug aus dem Tagebuch-Projekt »heute ist alle tage« frieda wacht auf, sie sagt, sie hat hungerbauchweh. es ist 7.30 uhr, wir gehen runter zum frühstücken. das holländische ehepaar kommt auch an den tisch. der mann unterhält sich mit alex über die politik in deutschland, holland und dänemark. um 9.30 uhr gehe ich ins atelier. frieda und alex fahren noch mal zum hallenbad, draußen regnet es wieder. ich klebe den boden neu mit folie ab, er ist an einigen stellen aufgerissen. dann hänge ich zwei weiße leinwände an die wand, koche kaffee und blättere mein zeichenbuch durch. mette macht oben die zimmer sauber für die gäste aus chemnitz, ich höre den staubsauger. um 10.30 uhr fange ich an mit malen. mette kommt runter und arbeitet an ihrem mosaik weiter. ich möchte die zeichnung mit dem roten hausdach umsetzen. ich grundiere die leinwand in mattem orange. mit dunkelbrauner farbe male ich schräg das feld ins bild. ich setze gelbe farbe darüber und trage sie strichweise auf, so wie heu, das auf dem feld liegt. den himmel male ich hellblau. das feld übermale ich mit mattem orange. ich mische das matte orange auch in den himmel. zum schluß ziehe ich mit pink lange linien quer durch das feld, sie geben die richtung an. das hausdach und die strommasten lasse ich weg, das bild ist fertig. ich trinke eine tasse kaffee, mette fragt, ob ich ein balisto will. sie sagt, sie holt jetzt liva ab. ich fange das nächste bild an. ich grundiere die leinwand dünn mit mattem pink und setze darauf fl üchtig die landschaft, braun fürs feld, blau für den himel, etwas grün, hinten links rote dächer, schwarze häkchen für die vögel, die gerade auffl iegen. alex und frieda kommen vom schwimmen, mette und liva sind auch wieder da. ich lasse das bild so und setze mich zu ihnen an den tisch, wir essen ein paar brote. um 15.00 uhr fahren alex und ich mit frieda nach ribe. frieda möchte eigentlich nicht, sie würde lieber bei liva bleiben. in einer halben stunde sind wir da. wir parken und laufen über die kleine holzbrücke richtung kirche. wir gehen in den dom und schauen uns das schöne mosaik und die leuchtenden fenster an. frieda will gehen. ich frage sie, ob sie schon einen engel gesehen hat. wir suchen einen engel, finden aber keinen. sie betrachtet sich die plastik von dem ritter und dem drachen. wir schauen nach, wo genau die lanze den drachen trifft. frieda sieht, dass sie unter die zunge geht. wir gehen raus aus der kirche in die fußgängerzone. wir treffen zufällig die holländer und begrüßen uns. wir laufen weiter in die fußgängerzone. viele leute sitzen in straßencafés, das wetter ist wieder schön geworden. frieda und ich holen uns ein eis. sie will das gleiche, wie der kleine junge vor uns haben. ich bestelle es. sie weint und sagt, dass es nicht das sei, was sie wollte. ich esse das eis auf, sie kauft mit alex ein neues. schließlich hat sie einen becher mit knallblauer fl üssigkeit in der hand. wir gehen weiter. in einem papiergeschäft kaufe ich ein heft und einen stift für liva zum schulanfang. frieda weint, sie will auch was haben. sie weiß aber nicht, was sie haben möchte. es ist 18.00 uhr, die läden schließen, wir laufen zurück zum auto. frieda schreit, dass sie das muschelarmband haben will. wir treffen nochmal die holländer. am auto beruhigt sich frieda wieder, wir fahren zurück zur villa plus. wir essen abendbrot, mette hat hackfleischbällchen mit joghurtsauce und pommes gemacht. um 20.00 uhr bringt alex frieda ins bett. ich setze mich an mettes computer und schaue meine mails nach, schreibe eine mail an elke. um 21.30 uhr gehe ich nach oben. alex liegt im bett. ich schalte den laptop an und tippe den text für heute. um 22.00 uhr bin ich fertig und schalte aus. alex und ich setzen uns aufs bett und machen kreuzworträtsel. um 23.30 uhr gehen wir schlafen.
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